Herren III: Die lähmende Angst vorm Gewinnen: 7:9-Niederlage trotz Führung gegen Dichtelbach
Tolle Marathon-Matches von Horst Theobald *** Schiri (fast) eingeschlafen
Spannung, Emotionen, unendlich lange Ballwechsel – das ganze Repertoire eines packenden Tischtennis-Thrillers lieferte die Partie unserer dritten Mannschaft gegen Dichtelbach.
Nach einigen knappen Niederlagen in den letzten Wochen wollte man nun in nomineller Bestbesetzung den dritten Saisonsieg einfahren, um im Kampf gegen den letzten Tabellenplatz die Ausgangssituation weiter zu verbessern. Dabei verlief der Start durchaus verheißungsvoll: Mit Falkenmayer/Goedert und Petry/Napp konnten gleich zwei der drei TVB-Duos in den Anfangsdoppeln gewinnen und Biebernheim mit 2:1 in Führung bringen. Diesen knappen Vorsprung konnten die Biebernheimer dann auch in den Einzeln zunächst erfolgreich verteidigen und die Niederlagen von Volker Goedert und Frank Petry durch Siege von Hansi Falkenmayer und Raimund Heimann wieder wettmachen. Martin Napp erhöhte mit einem starken Dreisatzerfolg sogar auf 5:3, ehe der Ring frei gemacht wurde für das Spiel des Abends zwischen Horst Theobald und dem Dichtelbacher Norbert Ballbach.
Die beiden extrem sicheren Abwehrstrategen lieferten sich einen packenden Fünfsatzkrimi mit unendlich langen Ballwechseln, die auch den Zuschauern in puncto Ausdauer alles abverlangten. Dies betraf vor allem den Schiedsrichter der Partie, der Anfang des fünften Satzes deutlich mit der Müdigkeit zu kämpfen hatte, aber stets zum Ende der minutenlangen Ballwechsel wieder hellwach war zum Umklappen der Spielstandsanzeige. Am Ende hatte Horst Theobald mit einem überraschenden Offensivschlag in der Verlängerung des fünften Satzes die Oberhand und brachte den TVB mit 6:3 in Führung.
Pünktlich zum zweiten Einzeldurchgang war jedoch der Faden gerissen – gleich fünf TVB-Spieler mussten hintereinander in ihrem jeweils zweiten Spiel den Kürzeren ziehen, sodass Dichtelbach mit 8:6 in Führung ging. Nun war wieder Horst Theobald an der Reihe, der in einem Marathon-Match wie zuvor auch seinen zweiten Gegner zermürbte und auf 7:8 verkürzte.
Allen Bemühungen zum Trotz reichte es jedoch nicht mehr zu einem Unentschieden, da das Spitzendoppel Falkenmayer/Goedert leider im letzten Spiel des Tages unterlag. Kein Happy End also in einem wahren Tischtennis-Hitchcock-Thriller, doch das wichtigste Match steht ja noch bevor: das „Endspiel“ gegen den letzten Platz in zwei Wochen beim Schlusslicht SV Beltheim.
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