Herren I: Sportliche Achterbahnfahrt ohne Happy Ende
Knappe 7:9-Niederlage in Boppard
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Der Ausfall von Klein verringerte die Chancen der immer noch leicht favorisierten TVB-Cracks erheblich und sorgte vor allem für rauchende Köpfe und allerlei strategische Planspiele bei der Suche nach den geeigneten Doppelpaaren. Am Ende kam jedoch alles anders als einkalkuliert, denn ausgerechnet das als „Opferdoppel“ gedachte Tandem Mühl/Muders holte mit einem glatten Dreisatzsieg gegen das Bopparder Spitzenduo den einzigen Punkt, während die höher gehandelten Paare Migge/Rüdesheim und Kielkowski/Müller etwas überraschend den Kürzeren zogen. Nach einer Niederlage von Marc Rüdesheim im ersten Einzel lag man bereits mit 1:3 zurück, ehe eine Serie von vier Siegen in Serie den TVB mit 5:3 in Führung brachte.
Während Reinhard Migge, Jacek Kielkowski und Christian Muders jeweils glatt in drei Sätzen gewannen, ging Jürgen Mühl über die volle Distanz und konnte den packenden Fünfsatzkrimi nach 0:2-Rückstand doch noch mit 3:2 für sich entscheiden. Vor allem die ähnliche (unorthodoxe) Spielweise der beiden Kontrahenten – relativ hohe Topspinbälle aus endlos weiter Entfernung zur Platte – sorgte durchaus für Unterhaltung bei den Zuschauern, wobei der eine oder andere flotte Spruch nicht auf sich warten ließ: „Das war Not gegen Elend, aber unheimlich gut anzuschauen!“ In den folgenden Spielen wechselten sich Siege und Niederlagen ab, wobei auf TVB-Seite Neuzugang Migge auch sein zweites Einzel gewinnen und somit ein erfolgreiches Debüt im TVB-Trikot feiern konnte. Abermals Jürgen Mühl war es, der mit seinem ebenfalls zweiten Einzelsieg den Punkt zum 7:5-Zwischenstand erzielen konnte. Dies sollte allerdings der letzte sein, da Jacek Kielkowski, Dennis Müller und Christian Muders ebenso unterlagen wie etwas überraschend das Spitzen-Duo Migge/Rüdesheim im Abschlussdoppel, sodass sich Boppard am Ende eines hart umkämpften und immer fairen Spiels über einen durchaus verdienten Sieg freuen konnte.
Aus TVB-Sicht bedeutete die Niederlage einen ersten Rückschlag, vielleicht aber sogar ein gutes Omen: In den letzten Jahren wurden häufig erfolgreiche Spielzeiten mit einem holprigen Saisonstart eingeleitet.
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