Das farbenfrohe Spitzenspiel Biebernheim II gegen Boppard V
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Dabei mussten beide Teams den Ausfall eines Stammspielers beklagen: Auf Seiten Biebernheims fehlte Spitzenspieler Jacek Kielkowski, nach der Vorrunde als punktschwächster Spieler der ersten Mannschaft neu hinzugekommen, und bei Boppard Alexander Khodoroy an Position sechs. Dieser wurde jedoch durch Nachwuchs-As Jens Bröder aus der Jugend-Bezirksliga ersetzt, sodass man hier wohl kaum von einer „immensen Schwächung“ reden kann und die personelle Ausgangslage eher den Gästen in die Karten spielte. Dennoch entwickelte sich ein sehr unterhaltsames Spiel, und es war durchaus mächtig was los:
Elkes „Taktischule“
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Etwas ausgeglichener verliefen dann die ersten Einzel, insbesondere der Nervenkrimi zwischen Elke Marsch und Peter Dillmann. Dabei hatte sich Elke extra für das Spiel gegen Boppard mit umfangreicher Tischtennis-Fachliteratur ausgestattet („Wie spiele ich am besten gegen…“), die nach jedem Satz wieder intensiv studiert wurde. Leider fehlte dort allerdings das Kapitel „Wie spiele ich gegen Peter Dillmann“, da der Bopparder mit seinem unkonventionellen, aber effektiven Materialspiel am Ende mit 12:10 im fünften Satz die Oberhand behalten konnte. „Dem gehört ein eigenes Kapitel gewidmet!“ stellte Elke nach dem Spiel fest und pfefferte die „Strategie-Papiere“ erst einmal in die Ecke. Gut mitspielen konnte anfangs auch Oliver Gödert gegen den Spitzenmann der Staffel, Michael Huhn, wobei Olli nach gewonnenem erstem Satz doch noch mit 1:3 unterlag. Den ersten TVB-Punkt holte dann Alexander Dürr mit einem Viersatzsieg gegen Tin-Lap Man, ehe Heinz Muders sich Yendel Tejero ergeben musste und Boppard somit auf 6:1 erhöhen konnte.
Willi und die „jungen Wilden“
Für den zweiten Einzelpunkt für Biebernheim sorgte daraufhin Raimund Heimann, mit 54 Jahren eigentlich schon einer der „erfahrenen Haudegen“ der Tischtennis-Region. Sein Gegner stellte das jedoch alles in den Schatten: Boppards „Tischtennis-Evergreen“ Willi Struß, noch einmal über 20 Jahre älter als Raimund und immer noch ein Garant für manch wichtigen Punktgewinn. An diesem Abend jedoch hatte die „Jugend“ die Oberhand, und Raimund konnte recht glatt mit 3:0 Sätzen gewinnen. Was wird Willi Struß wohl nach dem Spiel gedacht haben ? Vielleicht: „Gegen diese jungen Hüpfer kann man schon mal verlieren!“…
Anschluss durch „Olli Eisenarm“
Auch Volker Goedert musste der Jugend den Vortritt lassen – er verlor sein Spiel gegen Jens Bröder ebenso wie darauf Elke Marsch im Spitzenkampf gegen Michael Huhn. Doch ausgerechnet der „Eisenarm“ sorgte noch einmal für Ergebniskosmetik: Oliver Gödert, der ganz ohne Taktikbuch gegen Peter Dillmann gewann. Dabei hatte er im Hinspiel einen rabenschwarzen Tag und verlor zweimal unglücklich in fünf Sätzen – weil ihm seine Nerven einen Streich spielten und nach eigenen Angaben der Arm „schwer wie Eisen“ wurde. Nun lief alles besser, und durch diesen Punktgewinn konnte der TVB noch einmal auf 3:8 verkürzen. Doch nun kam „Yendels Rache“: Im letzten Spiel des Tages besiegte Yendel Tejero auf Seiten Boppards knapp in fünf Sätzen TVB-Leistungsträger Alexander Dürr und nahm zugleich Revanche für seine Niederlage im Hinspiel, die für den Bopparder die einzige in der ganzen bisherigen Saison blieb. Alex war nahe dran am Sieg, konnte aber leider eine 8:6-Führung im fünften Satz nicht nutzen.
Somit siegten die spielerisch stärkeren Gäste überlegen und verdient mit 9:3 und ziehen an der Tabellenspitze einsam ihre Kreise. Die TVB-Cracks fallen nach der zweiten Rückrunden-Niederlage nun sogar zwischenzeitlich auf Platz drei zurück. Gelingt es, in wichtigen Spielen in Bestbesetzung zu spielen und generell eine Leistungssteigerung zu erzielen, sollte Platz zwei aber durchaus noch drin sein – dieser würde wahrscheinlich auch zum Aufstieg reichen.
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